Abenteuer in Rhein-Main

Wandern mit Kleinkind: Der Herzberg im Taunus

20170521_154126.jpgLetztes Wochenende sind wir das erste Mal mit dem Räubermädchen auf einen Berg gewandert. Natürlich nicht besonders hoch und auch keine weite Strecke. Aber es hatte schon was von richtigem Wanderfeeling. Ich bin mit einem wanderfreudigen Vater aufgewachsen, der am liebsten jeden Urlaub in den Bergen verbracht hätte. Als Kind habe ich es manchmal gehasst, in den Ferien in den Alpen herumzukraxeln, während gefühlt alle meine Freunde ans Meer fuhren.  Aber ich habe auch ganz wundervolle Erinnerungen daran – an klare Bergbäche, aus denen wir trinken konnten, an Schnee im Hochsommer, an frisch gemolkene Milch und warme Germknödel, an schmale Wege, unter denen der Abgrund lauerte. Das waren damals richtige Abenteuer für mich und meine Schwester! Und genau solche Abenteuer möchte ich später auch mit meinen Kindern erleben.

20170521_140427.jpgMit Laufrad, Buggy und zu Fuß unterwegs
Für unsere erste kleine Wandertour wählten wir den Herzberg im Taunus, der anders als sein großer Bruder, der Große Feldberg, bei strahelndem Frühlingswetter herrlich wenig frequentiert war. Los ging es am Römer-Kastell Saalburg in Bad Homburg (dem wir unbedingt auch mal einen Besuch abstatten wollen), ausgestattet mit Buggy und Laufrad. Ok, das Laufrad war für den Aufstieg auf knapp 600 Meter bis zum Gipfel vielleicht nicht die beste Wahl. Aber das Räubermädchen fand es ganz unterhaltsam, neben den eigenen Füßen und dem Buggy noch ein anderes Fortbewegungsmittel zur Auswahl zu haben. Zumal es zwischendurch auch durchaus halbwegs ebene Strecken gab, auf denen sie gut fahren konnte.

20170521_142339.jpgAm Wegesrand gibt es viel zu entdecken
Zunächst ging es aber erst einmal steil bergauf. Da merkte ich zum ersten Mal meinen inzwischen unübersehbaren 5-Monats-Bauch, so dass ich das Schieben des Buggys lieber dem Räuberpapa überließ. Das Räubermädchen hatte schnell genug davon, geschoben zu werden und erkundete den Weg lieber zu Fuß. Das bedeutete natürlich, dass wir gefühlt alle fünf Sekunden anhielten. Um eine Blume zu beschnuppern. Einen vorbeifliegenden Schmetterling zu bewundern. Oder einfach jedes Steinchen auf dem Weg einmal umzudrehen. Aber genau das ist ja das Schöne daran, mit Kindern in der Natur unterwegs zu sein.

20170521_142735.jpgDie Belohnung: Ein wunderbarer Ausblick (und Schnitzel)
Insgesamt benötigten wir für den ca. 3 Kilometer langen Aufstieg knapp 1,5 Stunden. Zum Glück erwartete uns oben der Berggasthof Herzberg, denn inzwischen knurrte zumindest mir ordentlich der Magen. Leider war auf der schönen Terrasse, die einen tollen Panoramablick bietet, kein Platz mehr frei. Aber von unserem Fensterplatz im Inneren aus, hatten wir dennoch eine schöne Aussicht. Wir ließen uns ein Schnitzel mit Pommes schmecken (und uns vom chaotischen Service und den Diskussionen des Servicepersonals untereinander nicht stören). Direkt neben dem Restaurant befindet sich ein Aussichtsturm, den wir natürlich erklimmen mussten. Das Räubermädchen liebt Treppensteigen und hatte ihren Spaß, die vielen Stufen hinaufzusteigen. Oben erwartete uns ein sagenhafter Ausblick über die Rhein-Main-Ebene, Frankfurt, den Großen Feldberg und den umliegenden Wald. Nachdem wir die Aussicht ein Weilchen genossen hatten, machten wir uns langsam wieder auf den Rückweg. Bergab kamen wir natürlich um einiges schneller voran. Das Räubermädchen kam mit dem Gefälle erstaunlich gut zurecht und konnte weite Strecken mit dem Laufrad zurücklegen. Nach einer guten Stunde kamen wir wieder am Parkplatz vor der Saalburg an.

20170521_154438.jpgAuch wenn der Räuberpapa nicht so ganz davon überzeugt ist, dass Wandern schon etwas für Kleinkinder ist, würde ich diesen Sommer gerne noch weitere kleinere Wanderungen mit dem Räubermädchen machen. Vielleicht aber erst einmal auf ebenerem, laufradtauglicherem Terrain. Trotzdem war es ein super Ausflug, der dem Räubermädchen sichtlich gefallen hat.

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