Abenteuer in Deutschland

Ein Sonntag im Fränkischen Seenland

20161030_151451Von unserem Wochenende auf einem Bauernhof im Fränkischen Seenland habe ich Euch ja bereits berichtet. Natürlich haben wir unseren Kurzurlaub auch genutzt, um die Gegend ein wenig zu erkunden. Ich war als Kind schon einmal mit meinen Eltern am Brombach- und Altmühlsee gewesen. Ich kann mich zwar nicht mehr an viele Details erinnern, aber ich weiß noch, dass ich dort damals eine tolle Zeit hatte. Umso gespannter war ich, noch einmal dorthin zurückzukehren.

Unterwegs mit der MS Brombachsee
Im Sommer hat das Fränkische Seenland gerade für Familien mit Kindern sicher am meisten zu bieten. Doch auch den Herbst fand ich keine schlechte Jahreszeit, besonders wenn man so viel Glück mit dem Wetter hat wie wir. Bei blauem Himmel, Sonnenschein und halbwegs angenehmen Temperaturen, fuhren wir zunächst an den Brombachsee. Dort gingen wir an Bord der MS Brombachsee, die uns 1,5 Stunden über das Wasser schipperte. Kaum hatten wir das Schiff betreten, hatte das Räubermädchen auch schon eine Spielecke mit einem Holzschiff entdeckt. Also ließen wir uns erst einmal dort nieder anstatt auf die höher gelegenen Decks nach draußen zu gehen. Dank der großen Fenster hatte man auch von dort einen guten Blick auf den See und den Uferbereich. Während das Räubermädchen schon ins Spielen vertieft war, machte sich der Räuberpapa erst einmal auf, uns etwas zu Essen zu besorgen. Wir haben nämlich das große Talent, immer sofort Hunger zu bekommen, wenn wir irgendwo angekommen sind. 😉 Neben der Spielecke gab es praktischerweise einen großen Tisch inklusive Hochstühlen, so dass wir dort entspannt essen konnten, auch nachdem das Räubermädchen bereits mit ihrer Spatzenportion fertig war.

collage4Nach dem Essen zog es uns dann doch nach oben. Auch dort gab es ein weiteres Spielboot für Kinder, dass den passenden Namen Brommi trug. Während das Räubermädchen Kapitän spielte und ihr Boot steuerte, nutzte ich die Gelegenheit, um die Aussicht zu genießen – und die war wirklich wunderschön! Dichte Wälder mit teilweise schon bunt gefärbten Blättern, rot-weiß gestreifte Segelboote, Sandstrände und Dünen, dazu die Sonne, die sich im Wasser spiegelte. Ein bisschen erinnerte mich die Landschaft an Kanada im Kleinformat. Mit Kind lernt man ja die ruhigen und entspannten Momente besonders zu schätzen, auch wenn sie noch so kurz sind. Und so hatten diese paar Minuten, die ich einfach nur auf’s Wasser und das nächste Ufer starrte und einfach einmal an nichts dachte, fast schon etwas Meditatives. Ich hätte ja noch stundenlang so weiter über’s Wasser fahren können, aber die 1,5 Stunden gingen doch schneller vorbei als gedacht und schon waren wir wieder an unserem Startpunkt angekommen. Aber der nächste See wartete ja schon auf uns!

collage5Spaziergang über die Vogelinsel
Die kurze Fahrt zum Altmühlsee nutzte das Räubermädchen für ihren Mittagsschlaf und es gelang uns sogar, sie schlafend in den Kinderwagen umzulagern. Unser Ziel war die Vogelinsel, ein über 200 ha großes Naturschutzgebiet. Die Insel kann auf einem 1,5 km langen Rundweg erkundet werden, der auch für Kinderwägen bestens geeignet ist. Bereits auf dem Steg, der auf die Insel führt, konnten wir zahlreiche Vögel im und am Wasser sehen. Das Highlight des Rundwegs war aber eindeutig der Beobachtungsturm, von dem man einen tollen Blick über den See hatte. Das Räubermädchen wachte pünktlich dazu auf und wollte gleich ganz nach oben hinauf. Während der Räuberpapa auf der unteren Plattform mit dem Kinderwagen wartete, erklommen wir die Stufen nach oben. Wir schauten uns die vielen Vögel im Wasser und in der Luft an, winkten dem Räuberpapa von oben zu und machten uns dann wieder an den Abstieg. Das Räubermädchen hatte einen riesigen Spaß dabei, auf den schmalen Wegen vor uns herzurennen. Auch hier hätte ich noch stundenlang weiter durch die Natur spazieren können. Als wir wieder am Steg angekommen waren, winkte das Räubermädchen den Wasservögeln noch einmal zu. „Düss, Enten!“ Vielleicht kommen wir ja im Sommer einmal wieder.

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