Abenteuer in Deutschland

Hia hia ho – ein Wochenende auf dem Bauernhof

20161029_152446Urlaub auf dem Bauernhof! Wer hat nicht als Kind davon geträumt? Als Kleinstadtkind hatte ich das Glück, in meiner Freizeit regelmäßig auf einem Bauernhof in einem der umliegenden Dörfer mithelfen zu dürfen. Zusammen mit einer Freundin, die in besagtem Dorf wohnte, mistete ich Ställe aus, schob Schubkarren mit Heu durch die Gegend, holte Eier aus dem Hühnerstall, melkte Kühe (oder versuchte es zumindest) und spielte sogar einmal Geburtshelfer für ein paar kleine Ferkel. Diese Erinnerungen zählen mit zu den schönsten meiner Kindheit und so war für mich klar, dass unser Großstadtkind wenn schon nicht im Alltag, dann wenigstens im Urlaub einmal einen Bauernhof hautnah erleben sollte.

Ein tolles Reiseziel für die kalte Jahreszeit
Als wir für ein verlängertes Wochenende im Herbst ein Reiseziel suchten, fiel mir die Bauernhofidee wieder ein. Denn selbst bei kaltem oder nassem Wetter gäbe es hier sicherlich immer etwas zu tun. Und so fuhren wir Ende Oktober bepackt mit Gummistiefeln und Matschklamotten ins Fränkische Seenland zum Ferienhof Burmann. Den Hof hatten wir über Family Farm gefunden, einen Zusammenschluss von Ferienbauernhöfen in Franken. Da es bereits dunkel war, als wir ankamen, bezogen wir erst einmal unsere geräumige Ferienwohnung und richteten uns ein. Der nächste Tag war aber ganz für die Erkundung des Bauernhofs reserviert. Natürlich zog es das Räubermädchen zuallererst zu den Tieren. Wir fingen bei den Hühnern an, die uns freudig gackernd begrüßten. „Bokbokbok“, antwortete das Räubermädchen, pflückte ein paar Grashalme ab und streckte sie den Hühnern hin. Diese waren allerdings wenig interessiert. Vielleicht hatten wir ja beim Hasen nebenan mehr Glück? „Ase, Ase“, jauchzte das Räubermädchen vergnügt und hockte sich vor den Stall, um den weißen, flauschigen Hasen näher zu begutachten. Der Hase schnüffelte am Gitter und das Räubermädchen machte ihn nach. Sie schien einen Riesenspaß zu haben! Bevor wir den Spielplatz unsicher machten, schauten wir noch beim Pony vorbei, das uns schon aus der Ferne neugierig über den Zaun hinweg beobachtet hatte. Das Räubermädchen traute sich sogar, es zu streicheln und war ganz begeistert von seinem weichen Fell.

20161031_110554Erkundungstour über das Spielgelände
Weiter ging es zum Spielgelände, das wirklich riesig ist. Zunächst wollte das Räubermädchen eine Runde in der Babyschaukel schaukeln. Dann ging es weiter zur Rutsche. Und weiter zu einer noch größeren Rutsche, die auf Mamas Schoß natürlich auch getestet werden musste. Hinter der Rutsche verlief ein Tunnel, den wir durchquerten. Eine Runde auf dem Riesentrampolin durfte auch nicht fehlen. „Üpf, Üpf“, rief das Räubermädchen und machte ihre ersten unbeholfenen Hüpfversuche. Das Tolle am Kinderhaben ist ja, dass man selbst wieder ein wenig Kind sein darf. Deshalb testete ich den Kletterparcours, für den das Räubermädchen noch zu klein war. Und was soll ich sagen: Es machte riesigen Spaß! Im Gegensatz zu meiner Tochter, die noch enorme Energiereserven zu haben schien, brauchte ich nun eine Pause. Wie gut, dass es eine Hängematte gab. Ich legte mich hinein und beobachtete die herbstlich bunten Blätter der Birke über mir, während der Räuberpapa und das Räubermädchen den Fuhrpark des Ferienhofs testeten. Und der konnte sich wirklich sehen lassen! Es gab Bobbycars, Laufräder, Traktoren, Kettcars undundund in allerlei Größen und Ausführungen. Jedes mal, wenn ich schaute, testete das Räubermädchen ein anderes Gefährt.

collage2Das Highlight: Die Tierfütterung
Am frühen Abend stand dann die Fütterung der Tiere auf dem Programm, bei der die Urlaubsgäste dabei sein durften. Neben dem Räubermädchen waren nur zwei weitere Kinder da. Zuerst ging es in den Stall, wo das Pony und die Schweine, die wir vorher nicht zu Gesicht bekommen hatten, gefüttert wurden. Dann waren die Hühner dran und durften eine Runde spazieren gehen. Amüsiert beobachtete das Räubermädchen, wie sich ein Huhn über einen im Gras liegenden Apfel hermachte. „Apfel essen“, rief sie begeistert. Beim Hasen durften die Kinder richtig mithelfen und Blätter in den Stall werfen. Das Räubermädchen war mit Eifer dabei und pflückte akribisch ein Blatt nach dem anderen aus dem Korb und warf es hinein. Beim Anblick des mümmelnden Hasen jauchzte sie vor Freude. Zuletzt waren die Ziegen dran, die uns bei unserem ersten Rundgang gar nicht aufgefallen waren. Das Räubermädchen war erneut mutig und hielt den Ziegen ihre ausgestreckte Hand mit Futter hin. Immer und immer wieder, bis kein Futter mehr übrig war. Zum Abschied winkte das Räubermädchen noch einmal allen Tieren und wir gingen etwas durchgefroren, aber glücklich ins Haus.

Was wir sonst noch im Fränkischen Seenland erlebt haben, erfahrt Ihr nächste Woche!
Habt Ihr auch schon einmal Urlaub auf dem Bauernhof gemacht?

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